Heute stand ein langer Tag in Kiel auf dem Programm. 16 Stunden Termine und Wahlkampforga können ganz schön schlauchen. Neben Fotos machen und Internetwahlkampf trafen meine GRÜNE JUGEND Mitkandidatin Luise und ich uns mit der DGB, Verdi und IG Metall Jugend.

In dem Gespräch ging es schwerpunktmässig um die Situation vieler junge Leute auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt. Zeit- und Leiharbeit, sowie die Zunahme von nicht tariflichen DGB Gewerkschaften sind ein riesen Problem.  Viele dieser Punkte müssen Beispielsweise im Berufsbildungsrecht und Arbeitsrecht auf Bundesebene geändert werden. Aber auch auf Landesebene gibt es Handlungsspielraum. Das Land kommt wie die meisten Städte der Verpflichtung im Ausbildungssektor nicht nach. Trotz Stellenabbaudiskussionen muss sich dies ändern. Das Schaffen von Ausbildungsplätzen ist für die Zukunft des Landes zentral.

Aber auch um die Qualität von Ausbildungs-, Praktika- und Arbeitsplätzen geht es. Große Zustimmung gab es für unsere Forderung einen Ausbildungstüv durchs Land finanziert einzurichten. Diesen TÜV für Praktika und Jugendarbeitsplätze auszuweiten halte ich für sinnvoll.

Aber grundlegend muss die Statistik über Jugendarbeitslosigkeit und Ausbildungsplätzemangel klarer werden. Viele Ungenauigkeiten und Tricksereien führen dazu, dass es keine reellen Zahlen über die Ausbildungsplatzsituation und Jugendarbeitslosigkeit gibt.  Beispielsweise rechnet die Statistik schulpflichtige Minderjährige nicht mit ein, auch wenn Sie bereits ihren Schulabschluss abgeschlossen haben.

Das Gespräch war für die eigene Argumentation und Information sehr wichtig. Guter Kontakt zu den Gewerkschaftsjugenden ist für mich wichtig.